Pokalschießen nach Dreijahreskoeffizient

Ein beliebter Termin des Bernardus-Kalenders ist die alljährliche Teilnahme am BSV-Pokalschießen. Und damit es bei dieser Traditionsveranstaltung auch mit rechten Dingen zugeht, wurde im Jahr 2002 der „Dreijahreskoeffizient“ ins Leben gerufen. Natürlich mag sich der nicht eingeweihte Schütze nun die alles entscheidende Frage stellen: „DreijahresWAS?!?“ – doch von vorn.

Der alljährlich vom Jägerzug „Scheibenschützen“ ausgerichtete Schießwettbewerb auf dem vereinseigenen Schießstand ist eine Traditionsveranstaltung des Bürgerschützenvereins und für alle, die den Schießsport sonst nicht anderweitig ausüben, so ziemlich die einzige Gelegenheit im Jahr, mal mit einem Kleinkaliber-Gewehr zu hantieren anstatt des Luftgewehrs beim Vogelschuss.

Die Gewehre auf dem Schießstand Stadtmitte.

Die Gewehre auf dem Schießstand Stadtmitte.

Weil aber nur maximal sieben Schützen pro Mannschaft gemeldet werden können war klar, dass wir stets die besten Schützen für unser Team 1 melden wollten. Nur wie? Ein Jahr später hatte niemand mehr die Resultate vom Vorjahr im Kopf und war passiert wenn man sonst ein guter Schütze ist aber just beim Schießen vergessen hatte genügend Zielwasser zu trinken?

Ein schwerwiegendes Problem, was am entscheidenden Tag zu teils willkürlichen Teamzusammenstellungen führte und daher zu endlosen Diskussionen über die Ergebnisse und deren Konsequenzen.

Da präsentierte Tocki im Jahr 2002 die Lösung des Problems: Man nehme die letzten drei Resultate des jeweiligen Schützen beim Pokalschießen, bilde daraus den Mittelwert und voilá – schon hat man einen verlässlichen Wert, anhand dessen man die Einstufung des Teilnehmers entweder in Mannschaft 1 oder 2 zuverlässig bestimmen kann. Und da das Kind auch einen Namen braucht, nannte er diese Vorgehensweise den „Dreijahreskoeffizient“. Denn was die UEFA mit ihrer „Fünfjahreswertung“ macht, kann für unsere Spitzenteams ja wohl nicht verkehrt sein.

Zu Beginn etwas skeptisch beäugt, hat sich dieses Prinzip bei ins seit 15 Jahren bewährt und wir wollen die Excel-Tabelle mit den mittlerweile teils historischen Schießergebnissen aller unserer Mitglieder nicht mehr missen. Und wer weiß? Vielleicht macht dieses Modell ja auch mal Schule und dieser Artikel inspiriert andere Züge, ein wenig Mathematik bei der Teambildung zu benutzen.